Wie Du Schritt für Schritt ein Social-Intra­net mit Wor­d­Press aufbaust

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on inner­halb des Unter­neh­men ist laut dem Flur­funk auf einem Tief­stand. Trans­pa­renz und Rele­vanz wer­den immer wie­der bemän­gelt. Es fehlt an einer zen­tra­len “Sam­mel­stel­le” für Infor­ma­tio­nen im Unter­neh­men, auf die alle unkom­pli­ziert zugrei­fen kön­nen. Fin­dest Du Dich hier wie­der? Bist Du für die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on im Unter­neh­men zustän­dig und möch­test die­se ver­bes­sern? Dann geht es Dir so wie mir vor eini­gen Jah­ren. Mit der Arti­kel-Serie möch­te ich mei­ne Erfah­run­gen mit Dir tei­len und Dich dazu ermu­ti­gen, ein Social-Intra­net in Dei­nem Unter­neh­men mit­hil­fe von Wor­d­Press auf­zu­bau­en. Ich wer­de Dir zei­gen, wie das funk­tio­nie­ren kann.

Nicht für jedes Unter­neh­men geeignet

Ein Social-Intra­net auf Wor­d­Press-Basis wird nicht für jedes mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men funk­tio­nie­ren. Ver­steh mich nicht falsch: Wor­d­Press hat mir über die Jah­re gezeigt, dass es eine gut funk­tio­nie­ren­de Basis für ein Social Intra­net sein kann. Aller­dings gibt es wich­ti­ge Punk­te, die für und die gegen Wor­d­Press spre­chen und die ich offen anspre­chen werde. 

Das The­ma “Sicher­heit”

Bild­quel­le: Lian­hao Qu

Wor­d­Press ist als das meist­ge­nutz­te CMS der Welt auch das belieb­tes­te Ziel von destruk­ti­ven Angrif­fen. Aller­dings sind vie­le Angrif­fe selbst durch die jewei­li­gen Sei­ten­be­trei­ber ver­schul­det weil:

  • …man­gel­haf­tes Wor­d­Press Know-how vor­han­den ist und nicht mal die ein­fachs­ten Sicher­heits­maß­nah­men wie ein siche­res Pass­wort ver­wen­det werden. 
  • …zum Teil stark ver­al­te­te Wor­d­Press-Ver­sio­nen, The­mes und/oder Plugins genutzt werden.
  • …auf Hos­ter gesetzt wird, die fahr­läs­sig mit der Sicher­heit des eigent­li­chen Ser­vers, des Web­ser­vers und allen ande­ren rele­van­ten Berei­chen umgehen.

Eine gro­ße Stär­ke von Wor­d­Press, die ein­fa­che Zugäng­lich­keit und Benut­zer­freund­lich­keit, kann zugleich sei­ne größ­te Schwä­che dar­stel­len. Ich sel­ber habe in mei­nen ers­ten 1–2 Jah­ren mit Wor­d­Press vie­le, wirk­lich vie­le Feh­ler began­gen. Aber dadurch habe ich auch sehr viel dazu ler­nen kön­nen. Die­se Erfah­run­gen flie­ßen natür­lich in die Arti­kel­se­rie mit ein und ich hof­fe, dass ich Dir damit eini­ge Fehl­trit­te erspa­ren kann.

Jedes Unter­neh­men funk­tio­niert anders

Die Situa­ti­on im jewei­li­gen Unter­neh­men (Bud­get­li­mi­tie­run­gen, Grö­ße der IT-Abtei­lung, tech­ni­sche Infra­struk­tur, vor­han­de­nes Wor­d­Press-Know-how, Sicher­heits­be­stim­mun­gen etc.) und die damit ver­bun­de­nen Anfor­de­run­gen (müs­sen z. B. Alt­da­ten aus einem bestehen­den Intra­net migriert wer­den?) sind ein­fach zu unter­schied­lich, um eine pau­scha­le Aus­sa­ge tref­fen zu kön­nen.

Hin­zu kommt auch noch der Punkt, dass eini­ge Unter­neh­men kei­nen gro­ßen Wert auf eine hohe Anpassbarkeit/Erweiterbarkeit der Social-Intra­net-Lösung legen. Es soll eine ein­fa­che “Out-Of-The-Box”-Lösung sein, die ein­fach “nur” zuver­läs­sig und ohne gro­ßen Auf­wand zu betrei­ben ist. In die­sen Fäl­len wären ande­re Lösun­gen als Wor­d­Press sinn­vol­ler.

Noch ein mög­li­cher Punkt, der gegen Wor­d­Press spre­chen wür­de: Wenn Dein Unter­neh­men kein inter­nes Wor­d­Press-Know-how auf­bau­en will und nur auf exter­ne Dienst­leis­ter set­zen will, kann es schnell ins Geld gehen (wenn man erfah­re­ne Wor­d­Press-Agen­tu­ren mit ent­spre­chen­den anspruchs­vol­len Intra­net-Refe­ren­zen ins Boot holt und nicht auf “Ich mache Dir alles für nur 9999 € Pauschale”-Buden setzt). Ein pro­fes­sio­nel­les und von Grund auf selbst ent­wi­ckel­tes Wor­d­Press-Intra­net kann ger­ne schnell je nach Anspruch mind. 50.000 € auf­wärts bedeu­ten. Hier wäre man zudem wei­ter­hin von einer Agen­tur abhän­gig (in Sachen Wartungsverträgen/Weiterentwicklung der Platt­form).

Ich fas­se das abschlie­ßend mal kurz zusam­men. Du soll­test auf Wor­d­Press set­zen wenn:

  • …in Dei­nem Unter­neh­men bereits fun­dier­tes Wor­d­Press-Wis­sen vor­han­den ist (im Ide­al­fall soll­ten das mind. 2 Per­so­nen sein) ODER wenn die Bereit­schaft besteht, hier gezielt über eini­ge Wochen Wor­d­Press-Wis­sen (in Form von Schu­lun­gen, Fach­li­te­ra­tur & Co.) auf­zu­bau­en. Aller­dings soll­ten die in Fra­ge kom­men­den Mit­ar­bei­ter gewis­se Erfah­rung in Sachen Web­site-Ent­wick­lung als Grund­ba­sis mitbringen.
  • …in Dei­nem Unter­neh­men die Bereit­schaft besteht, dass die betref­fen­den Mit­ar­bei­ter ste­tig Wor­d­Press Know-how aus­bau­en dür­fen. Nur so kann gewähr­leis­tet wer­den, dass sich die Platt­form auch in Zukunft wei­ter­ent­wi­ckeln kann. Gera­de in den nächs­ten 1–2 Jah­ren wird sich Wor­d­Press Dank Guten­berg & Co. stark verändern.
  • …Dei­nem Unter­neh­men bewusst ist, dass die Pro­jekt­pla­nung und Umset­zung der Platt­form mehr Auf­wand bedeu­tet als bei ande­ren Standard-Lösungen.
  • …Dei­nem Unter­neh­men bewusst ist, dass die Admi­nis­tra­ti­on der Wor­d­Press-Platt­form anspruchs­vol­ler ist, als bei ande­ren Stan­dard-Lösun­gen. Wor­d­Press muss regel­mä­ßig gepflegt wer­den, da der Updateinter­vall rela­tiv hoch ist (bezug­neh­mend auf Wor­d­Press sel­ber, dem The­me und Plugins).
  • …sich Dein Unter­neh­men nicht von einem wei­te­ren exter­nen Soft­ware-Anbie­ter abhän­gig machen will. Wird bei Wor­d­Press ein The­me oder Plugin nicht mehr wei­ter­ent­wi­ckelt, gibt es in vie­len Fäl­len meh­re­re pas­sen­de Alter­na­ti­ven auf die man wech­seln kann.
  • …Dein Unter­neh­men gene­rell mit dem Gedan­ken spielt, bzgl. der Unter­neh­mens­web­site und/oder Pro­dukt- und Kam­pa­gnen­web­sites auf Wor­d­Press umzu­stei­gen. Da wird es natür­lich vie­le posi­ti­ve Syn­er­gie-Effek­te geben.
  • …Dein Unter­neh­men sich auf eine soli­de Basis an Funk­tio­nen des Social Intra­net eini­gen kann. Beson­ders bei Wor­d­Press gilt: Sei spar­sam mit dem Ein­satz von Plugins und über­le­ge genau wel­che Fea­tures wirk­lich not­wen­dig sind.
  • …Dei­nem Unter­neh­men ein hohes Maß an Anpass­bar­keit, Fle­xi­bi­li­tät und Zukunfts­si­cher­heit der Platt­form wich­tig ist. Das alles kann Wor­d­Press bie­ten wenn man es rich­tig ein­setzt und immer gut pflegt.

Es gibt aber noch einen viel wich­ti­ge­ren Fak­tor, den Du unbe­dingt berück­sich­ti­gen musst. Das bes­te digi­ta­le Tool für die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on nützt nichts, wenn es die Ziel­grup­pe (die Mit­ar­bei­ter im Unter­neh­men) nicht akzep­tiert weil die Lösung kei­ne rele­van­ten Inhal­te bie­tet, kei­ne Unter­stüt­zung im ope­ra­ti­ven Bereich dar­stellt oder schlicht zu kom­pli­ziert zu bedie­nen ist. 

Daher ist eine vor­he­ri­ge aus­führ­li­che Ana­ly­se des Ist-Zustands der inter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on und die Aus­ein­an­der­set­zung mit den Anfor­de­run­gen und Pro­ble­men der Mit­ar­bei­ter zwin­gend erfor­der­lich. An ers­ter Stel­le in Dei­nem Social-Intra­net soll­te also immer rele­van­ter Inhalt für Dei­ne Kol­le­gin­nen & Kol­le­gen ste­hen, der regel­mä­ßig neu erstellt wird. Erst danach kom­men Funk­tio­nen, Design und Lay­out der Platt­form. Das ist also auch ein immens wich­ti­ger Punkt wenn Du nicht auf Wor­d­Press set­zen willst, son­dern eher auf ande­re Lösungen.

Mein Weg zu einem Social-Intra­net auf WordPress-Basis 

Bild­quel­le: Matt Dun­can via Unsplash

Zurück ins Jahr 2013: In mei­ner Pha­se der Selbst­stän­dig­keit woll­te ich mei­ne Unter­neh­mens-Web­site mit­hil­fe von Wor­d­Press selbst auf­bau­en. Zur dama­li­gen Zeit waren die kos­ten­pflich­ti­gen Pre­mi­um-The­mes für Wor­d­Press funk­tio­nal sehr noch stark ein­ge­schränkt und wenig indi­vi­dua­li­sier­bar (beson­ders für mich als dama­li­ger HTML/CSS-Laie). Heu­ti­ge weit ver­brei­te­te Page­buil­der gab es damals für Wor­d­Press in der Form so noch nicht. Im wei­te­ren beruf­li­chen Ver­lauf nutz­te ich Wor­d­Press eher klas­sisch u. a. für Pro­dukt­web­sites und PPC-Lan­ding­pa­ges (Goog­le Ads/Facebook Ads). Das man sogar ein Social-Intra­net mit Wor­d­Press umset­zen kann – dar­auf hat­te mich Mit­te 2016 erst ein Arti­kel im CIO Maga­zin gebracht. Das war dann auch mein per­sön­li­cher Start­punkt für das The­ma “Social-Intra­net”. Ich hat­te “Blut geleckt”. 😉

Ein ers­tes Plugin hat­te ich aus dem CIO-Arti­kel her­aus­le­sen kön­nen: Bud­dy­Press. Mit die­sem Plugin soll­te es also mög­lich sein aus einer ein­fa­chen Wor­d­Press-Instal­la­ti­on eine umfang­rei­che Online-Com­mu­ni­ty zu erstel­len? Mit allem was man auf den ers­ten Blick so braucht: Nut­zer­pro­fi­le, Akti­vi­täts-Stream (in Anleh­nung an die Chro­nik-Dar­stel­lung von Face­book), Dis­kus­si­ons-Grup­pen mit Foren-Funk­ti­on und ein Mit­glie­der-Ver­zeich­nis. Das muss­te ich mir also näher anschauen.

Mein ers­ter Anlauf­punkt für ein pas­sen­des Pre­mi­um-The­me mit Bud­dy­Press-Unter­stüt­zung war der Wor­d­Press-The­me-Markt­platz von Enva­to. Die Aus­wahl in 2016 war noch sehr über­sicht­lich, so dass mei­ne Wahl auf das „wof­fice“-The­me fiel. 

woffice WordPress-Theme für Intranet und Extranet.

War­um gera­de die­ses The­me? Nun ja, es wur­de expli­zit als The­me für ein Intranet/Extranet auf Bud­dy­Press-Basis bewor­ben. Es konn­te damals mit anspre­chen­den Fea­tures, über­zeu­gen­de Kun­den­be­wer­tun­gen, guten Ver­kaufs­zah­len und einer ste­ti­gen Wei­ter­ent­wick­lung punkten.

Ich inves­tier­te also die ers­ten 75 $ aus eige­ner Tasche in das The­me. Jetzt fehl­te nur noch ein pas­sen­des Web-Hos­ting als Test­platt­form. Ein klas­si­sches Shared-Hos­ting kam für mich nicht in Fra­ge. Ich woll­te unbe­dingt eine per­for­man­te­re Lösung pro­bie­ren, da Bud­dy­Press als sehr res­sour­cen­hung­rig galt (und es heu­te noch immer ist). Nach kur­zer Suche ent­schied ich mich für einen mana­ged vSer­ver (ein Root-Ser­ver kam nicht in Fra­ge, da ich Null Erfah­rung mit Linux hat­te) mit aus­rei­chend Leis­tung. Hät­te eine loka­le Test­in­stal­la­ti­on nicht aus­ge­reicht fragst Du Dich viel­leicht? Ja und Nein. Ich konn­te mich noch nie für sol­che loka­len Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen wie MAMP oder Lara­gon begeis­tern, son­dern ent­wi­ckel­te mei­ne Wor­d­Press-Pro­jek­te immer direkt online. Das ist und bleibt aber immer eine per­sön­li­che Geschmackssache.

Nach­dem ich gut drei Mona­te Zeit inves­tiert hat­te, war die Test-Platt­form Anfang 2017 soweit vor­an geschrit­ten, so dass ich eine für mich wich­ti­ge Ent­schei­dung traf. Ich woll­te aus die­sem pri­va­ten Pro­jekt ein beruf­li­ches Wunsch-Pro­jekt machen. Der bis dato genutz­te inter­ne (und völ­lig ver­al­te­te) Unter­neh­mens-Blog (und ein bereits seit meh­re­ren Jah­ren nicht mehr gepfleg­tes sta­ti­sches Intra­net) soll­te durch eine moder­ne­re und fle­xi­ble Social-Intra­net-Platt­form ersetzt wer­den. Ein Prä­sen­ta­ti­ons­ter­min mit der Geschäfts­lei­tung folg­te kur­ze Zeit spä­ter. Mei­ne Arbeit hat­te sich gelohnt (bis zu die­sem Zeit­punkt hat­te ich gut und ger­ne 200 h für mein pri­va­tes Pro­jekt ver­bra­ten) — nach einer wei­te­ren Prä­sen­ta­ti­on und Abstim­mung vor einem grö­ße­ren Mit­ar­bei­ter­kreis erhielt ich mein fina­les GO für den Projektstart.

Im Pro­jekt­ver­lauf ent­schied ich mich aus Per­for­mance­grün­den und nicht aus­rei­chen­der Anpassbarkeit/Funktionalität gegen den wei­te­ren Ein­satz von Bud­dy­Press und damit auch gegen das “woffice“-Theme. Ein schlan­ke­res The­me in Ver­bin­dung mit einem moder­nen Page­buil­der-Plugin, sepa­ra­ten Mit­glie­der- sowie Wiki-Plugin stell­ten nun die neue und deut­lich per­for­man­te Basis für das Social-Intra­net dar. Umfang­rei­che Alt­da­ten aus einem bereits bestehen­den inter­nen Blog (auch auf Wor­d­Press-Basis) konn­ten pro­blem­los über­nom­men werden.

Fast for­ward: Im Jahr 2018 konn­te ich und mein Team den rund 400 Mit­ar­bei­tern des Unter­neh­mens end­lich das Social-Intra­net auf Wor­d­Press-Basis zur Ver­fü­gung stel­len. Der Groß­teil an der Platt­form wur­de kom­plett intern umge­setzt — die IT-Abtei­lung erhielt Unter­stüt­zung durch einen exter­nen Dienst­leis­ter, der bei dem Set­up eines inter­nen Linux-Ser­vers aus­half. Da par­al­lel zur neu­en Social-Intra­net Platt­form ein Tool für agi­les Pro­jekt- und Auf­ga­ben­ma­nage­ment im Unter­neh­men ein­ge­führt wur­de, bestand das Social-Intra­net aus fol­gen­den “Modu­len”: Blog, Wiki und Mit­ar­bei­ter­ver­zeich­nis. In frü­he­ren Ent­wick­lungs­ver­sio­nen hat­te ich noch Grup­pen, Pro­jekt­ma­nage­ment, einen Akti­vi­täts-Stream, Chat und eine Forum-Funk­ti­on ein­ge­baut. Die­se Fea­tures wären aber durch den bereits erwähn­ten Ein­satz des Pro­jekt- und Auf­ga­ben­ma­nage­ment-Tools nun dop­pelt vor­han­den gewe­sen, so dass das Social-Intra­net auf die oben genann­ten Modu­le “ver­schlankt” wurde.

Was erwar­tet Dich kon­kret in die­ser Blog-Serie? 

Ich habe mir viel vor­ge­nom­men, da es mein Ziel ist, Dir ein mög­lichst ver­ständ­li­ches Gesamt­bild für ein sol­ches Pro­jekt zu geben. Ich will Dir aber nicht nur eine Anlei­tung für die rein tech­ni­sche Umset­zung geben. Es gibt bereits eini­ge deut­sche und eng­li­sche Blog­ar­ti­kel oder You­Tube-Vide­os, die sich mit dem The­ma “Intra­net & Wor­d­Press” aus­ein­an­der gesetzt haben aber die­se waren mir per­sön­lich viel zu ober­fläch­lich. Daher möch­te ich mei­ne Blog-Serie anders auf­bau­en und zum Teil sehr ins Detail gehen. Gera­de die Vor­ab-Ana­ly­se im Unter­neh­men (“Wie steht es um die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on in Dei­nem Unter­neh­men?”), die Erstel­lung von rele­van­ten Inhal­ten und die zugrun­de lie­gen­de Pro­jekt­pla­nung sind essen­zi­ell und kön­nen dar­über ent­schei­den ob das Social-Intra­net mit­tel­fris­tig ein Erfolg wird oder zum Start bereits eine „Tot­ge­burt“ ist. Das betrifft aller­dings nicht nur ein Intra­net auf Wor­d­Press-Basis, son­dern natür­lich jeg­li­che ande­re Intra­net- bzw. Collaboration-Lösung. 

Ich wür­de Dir auf jeden Fall emp­feh­len, alle Arti­kel Schritt für Schritt zu lesen bevor Du ers­te eige­ne Über­le­gun­gen zu einem mög­li­chen Social Intra­net auf Wor­d­Press-Basis erar­bei­test. Ich will Dir mit dem Abschluss des let­zen Arti­kels in die­ser Serie hof­fent­lich eine pra­xis­er­prob­te Anlei­tung als Inspi­ra­ti­on für Dei­nen eige­nen Weg geben. Gera­de bezüg­lich der ver­wen­de­ten Plugins, deren Funk­tio­nen und Kon­fi­gu­ra­ti­on wird es eine aus­führ­li­che Beschrei­bung (inkl. Screen­shots und ggf. You­Tube-Tuto­ri­als) von mir geben. Hier wer­de ich mit mei­ner Test­um­ge­bung unter www.wp-social-intranet.de arbei­ten und Dir alle Plugins und Funk­tio­nen aus­führ­lich zeigen. 

Nur soviel vor­ab: Ich set­ze als Grund­ba­sis auf das kos­ten­lo­se The­me Hel­lo (da ich Ele­men­tor Pro als “The­me-Buil­der” ver­wen­de, ist mir ein extrem schlan­kes The­me wich­tig; das The­me kommt zudem direkt von den Ele­men­tor-Ent­wick­lern selbst), den The­me-Buil­der Ele­men­tor (in der kos­ten­pflich­ti­gen Pro-Ver­si­on) und das Com­mu­ni­ty-Plugin Ulti­ma­te Mem­ber. Für das Hos­ting set­ze ich auf Raid­bo­xes.

Ein klei­ner Tea­ser (noch mit dem Hin­weis auf den alten Namen “social-intranet.blog) einer Start­sei­te (gedacht als “Dash­board” für den Nut­zer) mei­ner Test­um­ge­bung auf www.wp-social-intranet.de. Aller­dings baue ich die gera­de wie­der flei­ßig kom­plett um. 🙂 

Aktu­ell schaue ich mir par­al­lel dazu noch das “Bud­dy­Boss”-Paket (deren Plugin ist eine eige­ne und umfang­rei­che Wei­ter­ent­wick­lung des bereits erwähn­ten Bud­dy­Press-Plugins inkl. einem ange­pass­ten The­me) an, das auf den ers­ten Blick einen sehr viel­ver­spre­chen­den Ein­druck macht (Das Team hin­ter dem Plugin/Theme ist bereits seit vie­len Jah­ren in Sachen Wor­d­Press und Bud­dy­Press unter­wegs und hat sich einen guten Ruf erar­bei­tet) und inter­es­sant sein dürf­te wenn Du nicht zu gro­ßen Wert auf eine umfang­rei­che Anpas­sung legst. Zudem dürf­te die Anzahl an Plugins bei die­ser Vari­an­te noch etwas sin­ken — das soll­te den Admin-Auf­wand noch etwas über­schau­ba­rer machen.

Ein klei­ner Tea­ser der ers­ten “Geh­ver­su­che” mit dem Bud­dy­Boss-Plugin und dem dazu­ge­hö­ri­gen The­me. Alles noch sehr rudimentär…

Fol­gen­de Arti­kel habe ich u. a. für die kom­men­den Wochen ein­ge­plant — wenn es mei­ne Frei­zeit zulässt (der gesam­te Social-Col­la­bo­ra­ti­on Blog ist ein rein pri­va­tes Pro­jekt von mir, den ich in mei­ner Frei­zeit auf­baue) ver­su­che ich auch the­men­be­zo­gen eige­ne You­Tube-Inhal­te ergän­zend zu erstellen: 

UPDATE: Teil 2 ist veröffentlicht!

Teil 2: Das gro­ße Gan­ze betrach­ten: Die Ent­schei­dungs­grund­la­ge für Dein Social Intranet 

War­um soll­te ein Social-Intra­net über­haupt ein­ge­führt wer­den, wie soll das gan­ze ablau­fen und was kos­tet das über­haupt? All die­se Fra­gen soll­test Du als Ent­schei­dungs­grund­la­ge für die Geschäfts­lei­tung detail­liert beant­wor­ten kön­nen. Viel­leicht kennst Du das “P.O.S.T.“-Framework von Char­le­ne Li und Josh Bern­off und den “Gol­den Cir­cle” von Simon Sinek bereits. Ich habe die­se bei­den Ansät­ze als Grund­ba­sis für eben die­se Ent­schei­dungs­grund­la­ge genutzt und mir ein eige­nes “Social-Intra­net-Frame­work” damit erstellt. Das soll Dir hel­fen, mit über­schau­ba­ren Auf­wand alle Vor- und Nach­tei­le eines Social-Intra­net auf Wor­d­Press-Basis zu erarbeiten. 

UPDATE: Teil 3 ist veröffentlicht!

Teil 3: Dein roter Faden: Der Projektplan 

Dank Dei­nes “Social-Intra­net-Frame­work” hast Du bereits jetzt schon viel wich­ti­ge Vor­ar­beit für die eigent­li­che Erstel­lung eines Pro­jekt­plans geleis­tet. Nach der Frei­ga­be durch Dei­ne Geschäfts­füh­rung kann es nun mit einer detail­lier­ten Aus­ar­bei­tung wei­ter­ge­hen. Auf was Du bei der Pro­jekt­pla­nung alles zu ach­ten hast, kannst Du in die­sem Arti­kel nachlesen. 

Teil 4: Es wird tech­nisch: Dei­ne Platt­form entsteht 

Sobald der Pro­jekt­plan steht, kannst Du Dir Gedan­ken bzgl. der tech­ni­schen Platt­form machen. Was soll­te man beim inter­nen Hos­ting alles berück­sich­ti­gen? Wel­che grund­le­gen­den Plugins soll­te man aus­pro­bie­ren? Wie ist das mit der Sicher­heit und Back­ups? Gilt die DSGVO auch für ein Social-Intra­net? Ich zei­ge Dir anhand mei­ner Test­um­ge­bun­gen, wie so ein Social-Intra­net auf Wor­d­Press-Basis kon­kret aus­se­hen könn­te und wel­che The­mes und Plugins ich der­zeit emp­feh­len kann.

Teil 5: Ers­te Erfah­run­gen sam­meln: Die Pilot­pha­se kann starten 

Es wird Zeit die neu erstel­le Platt­form vor­ab mit Pilot-Teil­neh­mern im Unter­neh­men auf Herz & Nie­ren zu tes­ten. Wie das gan­ze ablau­fen kann und war­um es wich­tig ist, dass Feed­back der Teil­neh­mer abzu­wä­gen und ggf. zu prio­ri­sie­ren — das kannst Du in die­sem Arti­kel nachlesen. 

Teil 6: Jetzt wird es ernst: Dei­ne Platt­form kann an den Start gehen 

Die Pilot­pha­se wur­de erfolg­reich been­det und Dein Social-Intra­net steht kurz vor der Live­schal­tung. Jetzt kom­men wie­der die Inhal­te aus Dei­nem erar­bei­te­ten Social-Intra­net-Frame­work zur Gel­tung, indem Du Dei­ne Kol­le­gin­nen & Kol­le­gen trans­pa­rent & ver­ständ­lich über die neue Platt­form infor­mierst. Was es sonst noch so zu beach­ten gilt, erfährst Du in die­sen Artikel. 

Teil 7: Hege & pfle­ge Dei­ne Platt­form: Patchdays 

Puh — der Start der Platt­form ist end­lich erfolgt und die ers­ten neu­en Inhal­te wer­den erstellt. Da die Wor­d­Press-Instal­la­ti­on immer auf einen aktu­el­len Stand gehal­ten wer­den soll­te, kom­men jetzt die “Patch­days” aus Dei­nem Social-Intra­net-Frame­work zum Tra­gen. Was da alles dazu gehört und wie so etwas ablau­fen kann, kannst Du in die­sem Arti­kel nachlesen. 

Teil 8: Ken­ne Dei­ne Platt­form: Wie geht das mit der Erfolgskontrolle? 

Zu jedem Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nal im Unter­neh­men gehört auch eine ent­spre­chen­de Erfolgs­kon­trol­le. Wie vie­le Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen nut­zen die neue Platt­form täg­lich, wel­che Inhal­te kom­men gut an, wel­che nicht? Wie kom­me ich an die­se Daten ran? Was darf ich eigent­lich mes­sen (ich sag’ nur DSGVO). Das alles the­ma­ti­sie­re ich in die­sem Artikel.

Glück­wunsch wenn Du es bis hier hin geschafft hast — jetzt kann es rich­tig los­ge­hen. Ja, es war­tet viel Theo­rie auf Dich aber glaub’ mir — die­se umfang­rei­chen Vor­ar­bei­ten loh­nen sich in jedem Fall. Ich möch­te, dass die­se Blog-Serie ste­tig mit neu­en Inhal­ten aktualisiert/erweitert wird — und hier kommst Du ins Spiel:

Wel­che The­men-Inhal­te feh­len Dir in der Serie? Wie sind Dei­ne Erfah­run­gen? Schreib’ mich ger­ne ein­fach via Kom­men­tar, E‑Mail oder XING an. Freue mich auf Dein Feedback! 

Immer noch inter­es­siert? Dann ab zum 2. Teil der Blog-Serie mit dem Titel “Das gro­ße Gan­ze betrach­ten: Die Ent­schei­dungs­grund­la­ge für Dein Social Intra­net”.

2 Antworten

  1. Vie­len Dank für die­se wirk­lich infor­ma­ti­ven Arti­kel. Das sind ganz genau die Infor­ma­tio­nen, die ich benö­ti­ge, um unser Pro­jekt “Intra­net” anzu­ge­hen. Ich bin ins­be­son­de­re gespannt auf Teil 4, und hier ins­be­son­de­re auf die Emp­feh­lun­gen für das Hos­ting. Freue mich auf eine Fortsetzung!
    Herz­li­che Grüße,
    Christina

    1. Hal­lo Christina,

      vie­len lie­ben Dank für Dein Feed­back! Ich habe noch eini­ges in der “Pipe­line”. Lei­der macht auch mir die Situa­ti­on rund­um Coro­na-Virus einen Strich durch die Rechnung.Ich bin beruf­lich und pri­vat der­zeit sehr aus­ge­las­tet. Da ich aber davon über­zeugt bin, dass die Digi­ta­li­sie­rung der inter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on (mit­hil­fe von Social Intra­net und ande­ren Col­la­bo­ra­ti­on-Tools) mehr denn je an Rele­vanz mas­siv gewin­nen wird, wer­de ich schau­en, dass ich die Tage mehr Inhal­te ver­öf­fent­li­chen wer­de. Ger­ne kannst Du mich via XING kon­tak­tie­ren — dann kann ich ver­su­chen Dir vor­ab ein paar Tipps zu geben. Vie­le Grü­ße Manuel

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